Quick links: Springe zum Inhaltsbereich der Seite, Springe zur Seitennavigation, Springe zur Suche.

Das Leib Seele Problem

Wie funktioniert das Bewusstsein?

Cogito ergo sum - Ich denke, also bin ich

- René Descartes

 

Das stärkste Argument der Materialisten ist, dass Dualisten nicht erklären können, wie Bewusstsein funktioniert, wenn es sich nicht im Körper befinden soll. In einem materialistischen Weltbild muss sich das Bewusstsein im Gehirn befinden – wo denn sonst?

Jedoch erklärt auch der Materialismus nicht, wie das Bewusstsein vom Gehirn erzeugt wird. Nach über hundert Jahren Gehirnforschung und vielen Milliarden Dollar Forschungsgelder ist es noch nicht gelungen, zu zeigen, wie das Gehirn das Bewusstsein erzeugt. Materialisten meinen aber, dann müsse man eben noch mehr Zeit und noch mehr Geld investieren - der materialistische GLAUBE beherrscht die Naturwissenschaft.

Materialisten sagen, dass jede Idee und jeder Gedanke eine Folge der Gehirntätigkeit sei. Das würde bedeuten, dass die Materie (Elektronen, Neurotransmitter) unsere Gedanken verursacht und kontrolliert. Jeder Idee geht eine Gehirnaktivität voraus. Manche Neurologen sind daher der Meinung, dass wir nicht einmal über freien Willen verfügen. Die Materie und physikalischen Prozesse seien ursächlich für unsere Gedanken. Das führte in jüngster Vergangenheit sogar zu Überlegungen, ob ein Straftäter überhaupt die Schuld an seiner Tat tragen kann.


Verfügt Materie über Intelligenz und Bewusstsein? Hat ein einzelnes Elektron oder Neuron Bewusstsein? Wenn ein einzelnes Neuron kein Bewusstsein hat: Wie kann dann aus der Summe der Neuronen das Bewusstsein entstehen? Was ist der Unterschied zwischen toter und belebter Materie? Wenn das Bewusstsein erst vom Gehirn erzeugt wird, was kontrolliert und steuert dann die Tätigkeit des Gehirns?

 

Die letzte Frage gleicht der Frage „Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?“ Steuert Materie unsere Gedanken oder steuern unsere Gedanken die Hirntätigkeit? Genau in dieser Frage liegt das Leib Seele Problem.

Materialisten sind der Überzeugung, dass Materie das Grundlegendste im Universum ist. Materie sei die Grundlage für alles – auch für unsere Gedanken. Dieser strenge Determinismus bildet die Grundlage für die Trennung des eigenen Ich und der Welt. Und die Folge dieser Trennung ist, dass die Welt objektiv beschrieben werden kann, ohne den Beobachter einbeziehen zu müssen.

 

Fragen an Materialisten: Sind Sie der Meinung, nur eine Maschine zu sein? Sind Sie nur deshalb vom materialistischen Weltbild überzeugt, weil das andere auch sind? 

 

 

 


 

 

Publiziert am: Sonntag, 26. Januar 2014 (24271 mal gelesen)
Copyright © by Holoversum

Druckbare Version