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Delayed Choice Quantum Eraser

ohne Information keine Materie

Das "delayed choice quantum eraser"- Experiment  (Quantenradierer-Experiment) ist ein Experiment, das auf dem Doppelspaltexperiment aufbaut.
Eine ausführliche Erklärung auf Deutsch finden Sie hier: Matrixwissen.de

Um dieses Experiment zu verstehen, müssen Sie das Phänomen der Verschränkung und das Doppelspaltexperiment verstanden haben. Es wird aber auch in dem Video verständlich erklärt. Das delayed choice quantum eraser - Experiment wurde erstmals 1999 durchgeführt und seitdem an mehreren Universitäten wiederholt.

 

Wie wir aus dem Phänomen der Verschränkung erfahren haben, zeigen zwei miteinander verschränkte Teilchen stets die gleiche Eigenschaft zur selben Zeit.
Kern des Experiments ist, dass das eine verschränkte Photon (Signal-Photon) immer nach oben auf Sensor D0 gelenkt wird, während das andere verschränkte Photon (Idler-Photon) auf einen der Sensoren D1 - D4 gelenkt wird. Auf welchen Sensor das Idler-Photon treffen wird, hängt von den Zufallsprozessen an den halbdurchlässigen Spiegeln ab. Es lässt sich nicht vorherbestimmen, ob das Idler-Photon auf Sensor D1, D2, D3 oder D4 treffen wird.

Je nachdem, auf welchen Sensor das Idler-Photon trifft, zeigt es entweder Teilchen- oder Welleneigenschaft. Das Idler-Photon zeigt sich nur dann als Teilchen, wenn es auf Sensor D3 oder D4 trifft. Denn nur dann liegt die Information vor, welchen Weg das Photon genommen hat.

Der Weg des Signal-Photons, welches immer auf Sensor D0 trifft, ist aber kürzer, als der Weg des Idler-Photons. Das Signal-Photon trifft auf Sensor D0, bevor das verschränkte Idler-Photon den ersten Spiegel erreicht hat.
Das Paradoxe an diesem Experiment ist, dass das Signal-Photon in jedem Fall vorher schon "weiß", auf welchen Sensor das Idler-Photon treffen wird. Das Photon auf Sensor D0 verhält sich schon vorher so, wie sich das verschränkte Photon in der Zukunft verhalten wird.

Die Aussage, die Welle würde alleine durch die Wechselwirkung mit der Umwelt kollabieren, ist meiner Meinung nach mit diesem Experiment widerlegt. Denn es findet keine Messung am Doppelspalt statt und es kommen keine Detektoren oder Polarisationsfilter zum Einsatz. Auf dem Weg zu den Sensoren findet keinerlei Messung oder Wechselwirkung statt. Die Welle kollabiert erst dann, wenn die "Welcher-Weg-Information" einem Teilchen zugeordnet werden kann. Also nur am Sensor D3 und D4.
Der einzige Unterschied zwischen den Messungen an den Sensoren liegt darin, dass entweder Information über das Teilchen vorliegt, oder nicht.

Das Experiment zeigt, dass in unserer Welt Information die zugrundeliegende Größe ist. Ohne Information keine Materie. Und es scheint, dass die Information auch rückwärts in der Zeit übertragen werden kann. In der Quantentheorie spricht man hier von Nichtlokalität. Wir müssen davon ausgehen, dass Materie bis zum Zeitpunkt der Messung räumlich, zeitlich und materiell keine Eigenschaften hat.

Anmerkung:
Bitte lesen Sie auch hierzu den Artikel "Der Gravitationslinseneffekt". Hier wird noch deutlicher, dass Information fundamental sein muss.

 

 

 


 

 

Publiziert am: Sonntag, 17. März 2013 (25964 mal gelesen)
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