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Hier werden Phänomene vorgestellt, die unserem objektiven Weltbild widersprechen. Mit objektivem Weltbild ist gemeint, dass wir annehmen, dass die Dinge um uns herum unabhängig von uns existieren.

Der Physiker Fritjof Capra schreibt hierzu in seinem Buch "Wendezeit":

Bislang galt Materie als Grundlage allen Seins, und die materielle Welt wurde als eine Vielzahl separater, zu einer riesen Maschine zusammengesetzter Objekte angesehen. So wie die von Menschenhand gefertigte, galt auch die kosmische Maschine als aus elementaren Teilen bestehend. Dementsprechend meinte man, komplexe Phänomene könnten immer verstanden werden, wenn man sie auf ihre Grundbausteine reduziert und nach dem Mechanismus sucht, der diese Einzelteile zusammenwirken lässt. Diese als Reduktionismus bekannte Handlung ist in unserer Kultur so tief verwurzelt, dass sie oft mit der wissenschaftlichen Methode gleichgesetzt wurde. Die anderen Wissenschaften akzeptierten die reduktionistischen und mechanistischen Anschauungen der klassischen Physik als die richtige Beschreibung der Wirklichkeit und modellierten ihre eigenen Theorien dementsprechend. Wann immer Psychologen, Soziologen oder Nationalökonomen wissenschaftlich sein wollten, wandten sie sich ganz natürlich den grundlegenden Begriffen der Physik Newtons zu.

Im zwanzigsten Jahrhundert hat die Physik jedoch mehrere gedankliche Revolutionen erlebt, die eindeutig die Grenzen ihrer mechanistischen Weltanschauung offenbaren und zu einer organischen, ökologischen Sicht der Welt führen, die große Ähnlichkeit mit den Anschauungen der Mystiker aller Zeitalter und Überlieferungen aufweist. Das Universum wird nicht länger als große Maschine angesehen, die aus einer Vielzahl separater Teile besteht, sondern als harmonisches, unteilbares Ganzes, als ein Netz dynamischer Beziehungen, die auf ganz entscheidende Weise den menschlichen Beobachter und sein Bewusstsein einbeziehen. 

Die allgemeine Hirnforschung geht davon aus, dass jede Überlegung und jede psychische Tätigkeit das Ergebnis einer Aktivität im Gehirn sei. Diese Annahme stammt aus unserer naturalistischen und materialistischen Weltanschauung. Aus dieser Sichtweise versuchen wir Bewusstsein zu erforschen, indem wir das Gehirn in seine Einzelteile zerlegen, um dann erkennen zu können, wie es funktioniert. Das Gehirn wird als mechanische Maschine betrachtet, welche Bewusstsein schafft. Mit anderen Worten: Materie schafft Bewusstsein.

Nachfolgende quantenphysikalische Experimente zeigen aber, dass diese Weltanschauung angezweifelt werden darf.