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Meine Weltansicht

Das Universum ist Geist

Nun sind wir am Ende dieser Homepage angekommen. Ich habe einmal gelesen, dass Leser und Autor eine „intime Beziehung“ eingehen. Als ich diese Zeilen geschrieben habe, war ich alleine und überlegte, wie ich meine Gedanken „zu Papier“ bringen soll. Nun, ich weiß nicht, ob Sie jetzt gerade auch alleine sind und das hier lesen, aber falls Sie sich die Mühe gemacht haben, die ganze Homepage zu lesen, möchte ich mich bei Ihnen bedanken, für die Zeit, die Sie für mich geopfert haben.

 

 

Meine Weltansicht

Es ist meine Überzeugung, dass wir uns in einer digitalen Simulation befinden. Die Software, die diese Simulation (unsere Realität) erzeugt, wird von uns „Geist“ genannt. Das Universum ist geistig und wir alle sind ein Teil davon.

Man muss aber aufpassen, an einer Weltanschauung nicht zu sehr gefallen zu finden, so dass man in eine Glaubensfalle gerät, aus der man nicht wieder rauskommt. So ist es, vermute ich, in fast allen Religionen der Fall.

Auch gegenüber der Idee, dass unserer Realität eine Simulation sein soll, sollten wir skeptisch bleiben und die Dinge stets hinterfragen.

 

Bevor man die gesamte Hypothese des holografischen Universums in Frage stellt, sollte man sich mit folgenden Punkten auseinandersetzen. Die Hypothese, dass unsere Realität geistig ist, wird mit diesen Punkten begründet. 

 

  1. Information ist weder Materie noch Energie. Sie ist darum nicht mit den Gesetzen der klassischen Physik zu erfassen.

  2. Information ist innerhalb der Realität an einen materiellen oder energetischen Träger gebunden. In Form von Quanteninformation ist sie an keinen Träger gebunden und nicht Teil der Realität: Quanteninformation ist nichtlokal!

  3. Information ist fundamentaler als Materie oder Energie. Materie oder Energie sind eine Realisierung von Information.

    Die ersten 3 Punkte reichen schon aus, um das materialistische Weltbild abzulösen.
     

  4. Wirklichkeit und Realität sind nicht dasselbe. Die Realität befindet sich in unserem Geiste. Realität ist ein Abbild der Wirklichkeit. Wir stehen niemals im direkten Kontakt zur Wirklichkeit.

  5. Unser eigener Körper ist Teil der Realität. (Das sollte man nicht in Frage stellen)

  6. Jedes Lebewesen, das die Simulation in seinem Geiste aus der Ersten-Person-Perpektive erlebt, ist sich seiner selbst bewusst.

  7. Die Realität befindet sich in unserem Verstand. Die räumliche Tiefe ist eine Illusion. Der Raum ist zweidimensional.

  8. Information ist Geist! In Form von Quanteninformation befindet sich Geist nicht innerhalb der Realität. Es ist genau andersrum. Geist unterliegt nicht den Gesetzen der klassischen Physik und ist darum mit Mitteln der klassischen Physik nicht zu erfassen. Geist ist nichtlokal und damit raum- und zeitlos.

  9. Ein ganz wesentlicher Aspekt: Die Punkte 1 - 8 widersprechen keinem unserer Naturgesetze. Allenfalls widersprechen sie unserem Glauben.

 

Wenn man sich mal auf die Möglichkeit eingelassen hat, dass unsere Realität eine digitale Simulation ist, und Geist als die Software zu betrachten ist, welche diese Simulation erzeugt, dann könnte man auf die Frage kommen, ob es denn auch einen Computer gibt, welcher diese Software betreibt?

 

Werden wir simuliert?

Diese Vorstellung entspricht quasi dem Film Matrix. Die Matrix-Realität befindet sich innerhalb des Geistes eines jeden Menschen und die Wirklichkeit ist eine völlig andere. So wie in dem Film Matrix könnte es eine physische Realität außerhalb unserer Simulation geben, in welcher ein Computer steht, der unser Universum erzeugt.

Ich persönlich glaube nicht, dass das der Fall ist. Denn mit solch einer Hypothese verschieben wir nur unsere ungelösten Probleme in eine höhere Dimension. Wie ist diese Realität entstanden? Ist sie physisch oder auch nur simuliert? Was ist, wenn Programme anfangen, Programme zu schreiben? Realitäten innerhalb Realitäten – wie viele höhere Dimensionen gibt es dann? Da wird einem ganz schwindlig. Zudem habe ich ja schon zuvor geschrieben, dass es meine Überzeugung ist, dass ein Computer niemals Bewusstsein erzeugen kann.

Der schwedische Philosoph Nick Bostrom ist der Auffassung, dass dies aber genau so der Fall sein könnte. Er ist der Meinung, dass unsere Nachfahren in einer fernen Zukunft eine Computersimulation gestartet haben, in welcher wir uns heute befinden. Seine Ideen veröffentlicht Nick Bostrom auf seiner Website http://www.simulation-argument.com/

 

Eine weitere Möglichkeit wird vom Astrophysiker Max Tegmark vorgeschlagen:

Jeder bewusste Beobachter besitzt sein eigenes Universum. Die Realität, die Sie erleben, ist ihre persönliche Realität in ihrem Verstand. Tegmark stellt in seinem Buch „unser mathematisches Universum“ das Experiment „Schrödingers Katze“ vor. In Schrödingers Experiment wird eine Katze in den quantenmechanischen Überlagerungszustand von tot und lebendig gebracht. Die Katze wäre dann nicht tot oder lebendig sondern tot und lebendig gleichzeitig.

 

Tegmark stellt sich die Frage, wie denn eigentlich das Experiment aus Sicht der Katze ablaufen würde? Kann sich die Katze selbst gleichzeitig tot und lebendig erleben?

Tegmark ersetzt in seinem Gedankenexperiment die Katze durch einen Menschen, der russisches Roulette spielt. Es ist derzeit noch nicht möglich, makroskopische Objekte in der Größe einer Pistole in Quantensuperpositon zu bringen. (Also bitte nicht nachmachen! Das funktioniert nicht!) Aber in Tegmarks Gedankenexperiment sei dies möglich.

 

Ob die Pistole also einen Schuss abgibt oder nicht, hängt in diesem Experiment von quantenphysikalischen Zufallsprozessen ab.

Tegmark ist der Meinung, dass der Mensch, der dieses Experiment an sich selbst durchführt, sich nicht selbst tot und lebendig gleichzeitig erleben kann. Er wird immer nur die Realität erleben, in welcher kein Schuss fällt. Solange der Experimentierende seinen Kopf nicht vor die Mündung hält, macht die Pistole: „Peng, Klick, Peng, Peng, Klick, Peng, Klick, Klick.....usw.“

Sobald der Experimentierende seinen Kopf vor die Pistole hält, hört er nur noch „Klick, Klick, Klick, Klick, Klick, Klick.....usw.“ Zeitgleich würde ein außenstehender Beobachter jedoch „Peng, Klick, Peng, Peng, Klick“ hören.

Der Experimentierende würde also in seinem Universum immer weiterleben, während er im Universum eines außenstehenden Beobachters mit hoher Wahrscheinlichkeit gestorben ist.

Gemäß Tegmarks Gedankenexperiment sind es quasi die Situationen, in welchen Sie, lieber Leser, zu sich sagen: „Boah, da habe ich aber großes Glück gehabt“ genau die Situationen, in welchen Sie in den Universen ihrer Mitmenschen gestorben sind.

Sollte das stimmen, dann wären Sie irgendwann der älteste Mensch auf dieser Welt. Falls Sie also mal der älteste Mensch auf dieser Welt sein sollten, dann erinnern Sie sich vielleicht an das hier. Das Problem ist aber: Sie werden es nicht beweisen können!

 

Ich glaube nicht, dass Tegmarks Gedankenexperiment richtig ist. Er selbst schlägt diese Möglichkeit auch nur vor, ohne zu behaupten, dass sie so sein muss.

Denn dieses Modell wäre eine Art Solipsismus. Sie würden in Ihrem Universum die Hauptrolle spielen und alle anderen Mitmenschen wären nicht wirklich.

Ich denke, dass jeder Mensch sein persönliches Universum erlebt, aber das auch alle das selbe Universum erleben. Dann muss es aber eine Ebene geben, die unsere Universen (ihres und meines usw..) synchronisiert. Denn wir erleben ja alle das gleiche! Tun wir das wirklich? Oder gibt es Menschen, die völlig andere Dinge wahrnehmen?

 

Ein interessanter Beitrag in diesem Zusammenhang kommt vom bereits verstorbenen Physiker Heinz von Förster:

„Die Existenz einer vom Beobachter unabhängigen Realität ist eine Grundvoraussetzung der Schizophrenie. Nur so lässt sich die Ursache für die Schizophrenie im Gehirn des Patienten suchen. Sobald die Existenz einer vom Beobachter unabhängigen Realität wegfällt, entzieht das der Schizophrenie jeglichen Boden. Man könnte dann genau so gut sagen, der arme Arzt kann die weißen Mäuse gar nicht sehen!“

 

Auf eine ähnliche Aussage bin ich schon einmal im Buch „Wendezeit“ von Physiker Fritjof Capra gestoßen:

„Mystiker und Schizophrene befinden sich im selben Ozean; doch die Mystiker schwimmen, während die Schizophrenen ertrinken.“

 

Wegen unseres materialistischen Weltbildes sind wir es gewohnt, unser „Ich“ mit unserem Körper zu identifizieren. Wenn unser Körper stirbt, stirbt auch unsere Seele. Unser „Ich“ ist aber weit mehr als nur unser Körper. Geist ist fundamental und in Raum und Zeit nichtlokal. Geist ist nicht unbedingt an einen Körper gebunden. Und das ist es, was viele Menschen in Nahtoderlebnissen selbst erfahren haben.

Es muss aber nicht unbedingt eine Nahtoderfahrung sein. Ich glaube das NTEs und OBEs ein und das selbe Phänomen sind. Und OBEs können von jedem Menschen durch tiefe Meditation ausgelöst werden. Der Autor William Buhlman beschreibt in seinem Buch „Out of Body“ einige Techniken, mit welchen man solche OBEs auslösen kann.

 

Ich denke jedenfalls nicht, dass es eine physische Realität außerhalb unseres Universums gibt. Das Universum ist Geist. Geist ist die Software, welche unser Universum simuliert. Aber es gibt keinen Computer, auf welchem diese Software läuft. Diese Vorstellung beruht wiederum auf unserem materialistischen Weltbild. Wir suchen immer nach einer Ursache für etwas. Geist hat keine Ursache. Geist ist zeitlos, weil Zeit eine Dimensionen innerhalb des Raumes ist (Albert Einstein).

 

"Information ist das, was übrig bleibt, wenn jeder konkrete Träger weggedacht wird."

- Thomas Görnitz

 

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Wir (Sie und ich) sitzen uns gegenüber und führen ein Gespräch. Dann gehört alles, was ich von Ihnen wahrnehme, zu meiner persönlichen Realität in meinem Geiste. Alles, was ich von ihnen höre und sehe, ist eine Konstruktion in meinem Geist. Ich könnte nun behaupten, dass Sie - genauso wie die Dinge, die mich umgeben - nur ein Konstrukt in meinem Geist sind und dass es Sie gar nicht wirklich gibt.

Umgekehrt stellt sich die Situation für Sie genau so dar. Alles, was Sie von mir wahrnehmen, ist ein Konstrukt in Ihrem Geiste. Das, was Sie von mir hören und sehen, befindet sich in Ihrer persönlichen Realität.

Wenn wir nun beide hergehen, und alles Materielle wegdenken - was bleibt dann von uns beiden übrig? Geist = Information

 

Die Viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik nach Hugh Everett

Die Wahrscheinlichkeitswelle kollabiert nicht. Aus unserer Perspektive scheint es nur so, weil der Beobachter mit dem Beobachteten verschränkt ist. Stattdessen teilt sich mit jeder Entscheidung, die wir treffen, unser Universum in alle Möglichkeiten, die wir gehabt hätten. Sollte sich jedoch das Universum tatsächlich teilen, dann wohl auch mit uns?!

Dies führt nun bei vielen Physikern, die sich der Theorie des Multiversums angenommen haben, zur Überlegung, ob es in den anderen Parallelwelten Klone von uns gibt, die auch wieder Entscheidungen treffen, was wiederum zur Teilung deren Parallelwelten führt....

Dieser Vorgang würde zu einem exponentiellem Wachstum der Multiversen führen. Die Rede ist von allein 1010.000 Kopien unseres Universums, die sich seit Beginn unserer Zeit entwickelt haben sollen.

Ich denke, dass diese Idee falsch ist. Denn sie beruht auf dem Glauben, dass unser "Ich" ein Produkt unseres Gehirns sei. So kommt man natürlich auf die Idee, dass unsere Klone in den Parallelwelten wiederum sich ihrer selbst bewusst werden und Entscheidungen treffen können. Akzeptiert man aber, dass das Selbstbewusstsein Quanteninformation ist, dann könnte man behaupten, dass unsere Klone in den Parallelwelten kein Selbstbewusstsein haben. Die Parallelwelten müssten dann nicht weiter simuliert werden - es wären Sackgassen oder "was-gewesen-wäre-wenn-Universen". 

 

Unsere Handlung und die Absicht, die dahinter steckt

Neben unserem Universum existieren noch eine nahezu unendliche Anzahl an Parallelwelten. Diese Annahme ist keineswegs unwissenschaftlich. Und auch der Kybalion (die Bibel der Esoteriker) lehrt, dass wir auf ewig durch diese Welten reisen, von einem Leben zum nächsten. Der Kybalion geht auf die antike Figur Hermes Trismengitos zurück. Seine Lehren wurden von den Hermetikern welche in Orden wie den Tempelrittern oder Freimaurern organisiert waren (und noch sind) von Generation zu Generation weitergegeben. Der Begriff „hermetisch abriegeln“ geht auf dieses Geheimnis zurück: Nichts nach außen lassen, ausser an die, die soweit sind. Ich vermute mal, dass nur wenige Esoteriker den Kybalion gelesen haben und darum empfehle ich ihn. Denn dort steht, was mit „Schwingungen“ und „alles ist eins“ eigentlich gemeint ist.

 

Wir sollten jedenfalls nicht den Fehler machen, die Existenz des Universums in Frage zu stellen. Schnell käme dann die Frage auf, ob das Leben überhaupt einen Sinn hat, wenn die Realität nicht existiert. Es ist eben eine Frage der Perspektive. Aus unserer Sicht existiert die Welt um uns herum. Wir sollten aber akzeptieren, dass die Realität geistig ist.

 

If you come to a fork in the road – take it!

Wenn Du an eine Weggabel kommst – nimm sie!

-Yogi Berra

 

Die Theorie des Multiversums sagt aus, dass sich das Universum mit jeder Entscheidung, die wir treffen, teilt. Durch unsere Entscheidungen legen wir selbst fest, auf welcher Zeitlinie es mit unserem Universum weitergeht. So sind wir es selbst, die sich ihre Welt gestalten, und das macht jeden verantwortlich – jeden einzelnen von uns.

Aber welche Entscheidung ist richtig? Welchen Weg sollen wir einschlagen? Kurzum: Wie wollen wir „richtig“ und „falsch“ definieren?

Ist es richtig, Schweinefleisch zu essen? Darf man ein Kopftuch tragen? Die jeweiligen Gesellschaften und Kulturen legen in erster Linie fest, was richtig und falsch ist. Dabei können sich die Ansichten von Kultur zu Kultur stark unterscheiden. Die Kulturen regeln in Gesetzen, was jeweils in ihrer Kultur richtig und falsch ist. Und diese Gesetze verändern sich im Laufe der Zeit. Was in unserer Kultur vor 400 Jahren streng verboten war, könnte heute erlaubt sein. Woher wollen wir also wissen, ob ausgerechnet die Ansichten und Gesetze unserer Kultur „die richtigen“ sind?

Natürlich handeln wir im Rahmen unserer Gesetze und auch im Sinne von Moral in unserer Kultur. Das soll auch so bleiben!

Unter dem Aspekt, dass unsere Welt geistig ist, kommt es aber in erster Linie gar nicht darauf an, ob unsere Handlung falsch oder richtig ist. Denn sobald man entweder den einen oder anderen Weg genommen hat, ist die Handlung bereits abgeschlossen und gehört schon wieder der Vergangenheit an.

Wir müssen die Frage, ob unsere Handlung richtig oder falsch ist, noch weiter vorverlegen. Und zwar zu dem Zeitpunkt, an welchem sich die Entscheidung noch in einem Zustand der Überlagerung aller Möglichkeiten befindet. Hier befindet sich unser „freier Wille“, der die Entscheidung trifft und hier liegt die ABSICHT, die hinter unserer Handlung steckt.

Es ist nicht nur die Handlung, die wir als richtig oder falsch bewerten sollten, sondern vielmehr die Absicht, die hinter der Handlung steckt.

Und damit wird die ganze Sache ziemlich einfach! Steckt hinter einer Handlung die Absicht, Gutes zu tun, ist die Handlung richtig. Steckt hinter einer Handlung die Absicht, anderen Schaden zuzufügen, ist die Handlung falsch.

Sollte jemand durch seine Handlung einen Schaden verursacht haben, so ist demjenigen leichter zu verzeihen, wenn er es eigentlich gut gemeint hat. So lernt derjenige aus seinen Fehlern und wird es das nächste mal besser machen.

Hingegen können wir jemandem kaum verzeihen, wenn hinter seiner falschen Handlung auch böse Absicht steckte.

 

Wenn sich jeder Mensch an dieses einfache Prinzip halten würde – die Welt wäre eine andere.

 

 


 

 

Publiziert am: Freitag, 12. Februar 2016 (23531 mal gelesen)
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