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Nahtoderfahrung

Leben nach dem Tod oder neurobiologischer Prozess?

Das ... Argument, das Bewusstsein sei untrennbar an die Funktion des Gehirns gebunden, verliert auch durch diese Studie zwangsläufig noch weiter an Boden.

- Prof. Dr. med. Walter van Laack zur Aware-Studie

Es mag für den Leser wie ein starker Bruch vorkommen. Von physikalischen Experimenten zu Nahtoderfahrungen mag wie ein herber Themenwechsel erscheinen. Jedoch geht es auch bei diesen außerkörperlichen Erfahrungen um die Frage, wie sich Patienten "Information" über ihre Umwelt verschaffen können.

Der Begriff "Nahtoderlebnis" wird von der Wissenschaft gerne belächelt. Denn ein solches Erlebnis widerspricht unserer materialistischen Vorstellung, dass das das Bewusstsein vom Gehirn erzeugt wird.
Jedoch zeigt der Bericht im Focus, dass es alleine in Deutschland über 3 Millionen Menschen gibt, welche solch ein Erlebnis schon mal hatten.

Seit langem rätselt die Wissenschaft darüber, ob Nahtoderfahrungen bereits ein erster Blick ins Jenseits oder nichts anderes als neurobiologisch erklärbare Prozesse sind. Bislang gibt es nur unbelegbare Thesen über dieses Thema.

Das Lager der Neurologen ist in dieser Frage gespalten. Die einen behaupten, das Bewusstsein sei unabhängig vom Körper, während die anderen sagen, dass neurobiologische Prozesse zu diesen Halluzinationen führen würden.

Die Wissenschaftler, die behaupten, dass eine Nahtoderfahrung ein Prozess im Gehirn sei, betrachten unsere Welt aus einer materialistischen Sichtweise. Materie ist das Grundlegendste und diese erzeugt in Form des Gehirns das Bewusstsein. Demnach ist ein Bewusstsein ohne Hirntätigkeit unmöglich. Diese Wissenschaftler behaupten, dass der Sauerstoffmangel zu Halluzinationen führen würde, was auch bewiesen ist. Zudem berichten Patienten während ihres Erlebnisses Glücksgefühle oder ein Gefühl unendlicher Liebe verspürt zu haben. Dies sei durch die Ausschüttung von Endorphinen zu erklären.

Auf der anderen Seite sind die Neurologen, die behaupten, dass sich das Bewusstsein auch außerhalb des Körpers befinden kann. Sie behaupten, dass zwar ein Sauerstoffmangel zu Halluzinationen führen kann. Jedoch löst der Sauerstoffmangel Verwirrung, Angst und Gedächtnisstörungen aus. Die Patienten berichten aber, dass sie absolut klar denken konnten. Sie hatten kein Gefühl von Angst - im Gegenteil. Das Endorphine Glücksgefühle hervorbringen, sei richtig. Jedoch berichten die Patienten darüber, dass die Glücksgefühle vorbei waren, sobald sie wieder in ihre Körper zurückkehrten. Endorphine wirken jedoch über mehrere Stunden.

Patienten, die eine Nahtoderfahrung hatten, berichten oft, dass sie sich außerhalb ihres Körpers befunden hätten. Sie hätten von oben auf ihren Körper schauen können. Unter diesen Erzählungen gibt es auch verifizierbare Aussagen. Beispielsweise berichten Patienten über überprüfbare Ereignisse in einem Nebenzimmer. Oder sie beschreiben detailliert die Vorgänge während der Operation. Die Berichte der Patienten sind so detailliert und klar, dass eine Halluzination von den Ärzten ausgeschlossen werden kann.

Die Frage, die sich also stellt, lautet: Schafft Materie (Gehirn) das Bewusstsein?
Der Kardiologe Dr. Sam Parnia schreibt hierüber, dass die Wissenschaft weiß, dass Gehirnzellen Proteine und verschiedene Chemikalien produzieren. Diese Chemikalien, sogenannte Neurotransmitter verändern sich, sobald sich unsere Gefühle verändern. Diese Neurotransmitter sorgen dafür, dass elektrische Signale zwischen den Gehirnzellen übermittelt werden können. Dr. Parnia und andere Mediziner sind aber der Meinung, dass Proteine, Chemikalien und Strom grundsätzlich etwas ganz anderes sind als ein Gefühl oder ein Gedanke oder alles andere, was ein Bewusstsein ausmacht. Umgekehrt lässt sich ein Gedanke nicht in ein Protein oder in Elektrizität aufspalten.
Unterm Strich ist es der Wissenschaft noch nicht gelungen, zu erklären, wie das Gehirn Bewusstsein erzeugt. Bestimmte Regionen im Gehirn verändern sich mit unseren Gedanken. Aber das muss nicht bedeuten, dass diese messbaren Veränderungen die Gedanken selbst sind. "Ein Fingerabdruck bleibt ein Fingerabdruck und ist nicht der Finger selbst."

Prof. Dr. Bruce Greyson ist Neurowissenschaftler an der Universität von Virginia (Quelle: matrixwissen.de) Er kommt nach jahrelanger Forschungsarbeit zu der Überzeugung, dass sich das Bewusstsein auch außerhalb des Gehirns befindet und dass das Bewusstsein auch nach dem Tod noch funktioniert.
 

 

Die wohl aber bekannteste Studie über Nahtoderfahrungen ist die "van Lommel-Studie".
Dr. Pim van Lommel ist ein niederländischer Kardiologe. In seiner 10 jährigen Studie hatte er über 344 seiner Herzstillstandpatienten befragt.

Der Mediziner van Lommel geht hingegen davon aus, dass Bewusstsein nicht von einem Körper abhängt. So sei auch das Internet "nicht im Laptop angesiedelt". Und wenn "wir den Fernseher ausschalten, haben wir keinen Empfang mehr, aber die Übermittlung besteht weiter." Lommel ist der Überzeugung, dass das Bewusstsein bereits vor der Geburt eines Menschen existiert und auch nach seinem Tod fortbesteht."

- Zeitschrift Die Welt, 07.11.11

Ein bekannt gewordenes Nahtoderlebnis wird vom Neurochirurgen Alexander Eben berichtet. Das Interessante an diesem Erlebnis ist der Umstand, das der Neurochirurg es selbst erlebt hat. Wie Dr. Pim van Lommel ist auch er der Überzeugung, dass das Gehirn nicht das Bewusstsein erzeugt, sondern das Bewusstsein empfängt.

Aus Sicht dieser Nahtoderlebnisse müssen wir für den Moment akzeptieren, dass das Gehirn selbst kein Bewusstsein hervorbringt. Es ist vielmehr eine Art reduzierendes Ventil oder ein Filter, der das größere, nicht physische Bewusstsein, das wir in der nichtkörperlichen Welt besitzen, für die Dauer unseres sterblichen Lebens in seiner Kapazität einschränkt.

- Alexander Eben, Neurochirurg

Der Kardiologe Dr. Sam Parnia hatte eine Idee, wie man das Phänomen der Nahtoderlebnisse wissenschaftlich angehen kann. Er rief 2008 die Aware-Studie ins Leben. An dieser Studie nehmen insgesamt 25 Kliniken aus Amerika, Österreich und Großbritannien teil. In besagten Kliniken wurden über den Operationstischen und über den Betten auf Intensivstationen Regale angebracht. Auf diese Regale wurden Bilder gelegt, welche man nur von oben sehen kann, nicht jedoch aus der Perspektive liegender Patienten.

Sollten Nahtoderlebnisse der Realität entsprechende Erlebnisse sein, dann müssten reanimierte Patienten diese Bilder beschreiben können.

Bislang konnte die Studie keinen Patienten finden, der solch ein Bild beschreiben konnte. Zwar konnte die Studie ein paar Nahtoderlebnisse auswerten. Diese fanden aber leider in Räumen statt, in welchen sich keines besagter Regale befanden.

Ein Nahtoderlebnis aus dieser Studie verdient dennoch Aufmerksamkeit. Ein Patient konnte während seines Herzstillstandes die genauen Vorgänge im OP-Saal beobachten. Die Vorgänge, die er beobachten konnte, wurden später von den Ärzten bestätigt.

Es verblieb somit noch ein Patient, der nach allen Kriterien objektiver Bewertung eine absolut unerklärliche und verifizierbar Beschreibung des Raumes, in dem er wiederbelebt wurde, der dortigen Geräte und Gegenstände sowie der beteiligten Personen, ihrer Maßnahmen und ihrer Gespräche, vornehmen konnte.
-Prof. Dr. med. Walter van Laack

 

Es ist nicht primäres Ziel dieser Website, ein Leben nach dem Tod zu beweisen. Der zentrale Punkt dieser Website ist das Wesen von Information. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass das Gehirn 30 Sekunden nach einem Herzstillstand seine Tätigkeit einstellt und erst wieder mit seiner Arbeit anfängt, wenn das Herz wieder angefangen hat zu schlagen. Wie kann sich ein Patient - nachweislich 30 Sekunden nach seinem Herzstillstand - Information über seine Umwelt verschaffen, diese Information speichern und später wieder abrufen? Wenn wir Information neben Materie und Energie als unabhängige Größe betrachten, dann kann man diese Frage wissenschaftlich angehen. Und dass wir Information als etwas völlig eigenes, selbständig Existierendes betrachten müssen, haben vorangegangene Experimente gezeigt.

 

 

 


 

 

Publiziert am: Montag, 30. September 2013 (23332 mal gelesen)
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