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Determinismus


Dem Determinismus (vorherbestimmt, festgelegt)  zufolge sind alle zukünftigen Ereignisse bereits festgelegt. Unser Leben wäre wie ein Videofilm, den man vor - oder zurückspulen könnte. Wir haben keinen Einfluß auf den Verlauf der Dinge, weil sie bereits determiniert (festgelegt) sind.

Der Determinismus ergibt sich aus dem Materialismus, wonach alles aus Materie besteht - auch unsere Gedanken. Der strenge Determinismus sagt aus, dass wir über keinen freien Willen verfügen. Die Elektronen und Neuronen im Gehirn verursachen unsere Gedanken. Ein Straftäter könnte sich zum Beispiel darauf berufen, dass die Dinge ja bereits determiniert sind und er für sein Handeln nichts kann, weil die materiellen Prozesse im Gehirn ihn auf die Idee gebracht hätten und er ja über keinen freien Willen verfügt. Unsere Gerichte sehen das zum Glück anders, stehen aber damit ziemlich konträr zur empierischen Wissenschaft.  

Eine Interpretation der Quantenmechanik ist die Viele-Welten-Interpretation. Sie findet auch in der Stringtheorie Anwendung. Hier könnte man interpretieren, dass der Fluß der Zeit eine Illusion ist und dass es keine Zukunft und keine Vergangenheit gibt sondern nur das hier und jetzt. Alle zukünftigen Möglichkeiten existieren bereits. Zeit ist eine Funktion, die es uns ermöglicht, den Verlauf der Dinge getrennt voneinander wahrzunehmen. Gäbe es keine Zeit, dann würden wir alle Möglichkeiten gleichzeitig wahrnehmen. Durch den Akt der Beobachtung entscheidet sich der Beobachter für eine der ihm gegebenen Möglichkeiten.

Determinismus und freier Wille sind unvereinbar und es läuft letztlich auf die Frage hinaus: Was ist Bewusstsein?

Siehe auch:
[ Bewusstsein ]






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