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Schrödingers Katze


Erwin Schrödinger (*12.08.1887 - 04.01.1961) war ein österreichischer Physiker. Er ist Autor des Buches "Meine Weltansicht" in welchem er behauptet, dass die Realität, in welcher wir leben, auschliesslich geistig sei. Begründet hat er dies, indem er Parallelen zwischen der Quantentheorie und der buddhistischen Weisheitslehre aufzeigte.

Schrödigers Katze einfach erklärt  

Die philosophische Auswirkung, welche die Quantentheorie auf unser Weltbild hat, wird auf dieser Website eingehend vorgstellt.

In der Quantentheorie existieren bis zum Zeitpunkt der Beobachtung alle Möglichkeiten gleichzeitig parallel zueinander. Erst die Beobachtung schafft ein Faktum. Vor dem Zeitpunkt der Beobachtung existieren keine Fakten sondern alle Möglichkeiten.

Dies führt u.a. zu der Frage, ob wir die Welt kreieren, indem wir sie betrachten.

Physikalische Experimente wie zum Beispiel das Doppelspaltexperiment oder der Quanten-Zeno-Effekt zeigen, dass Materie bis zum Zeitpunkt der Beobachtung keine festen Eigenschaften hat (Physiker nennen das Nichtlokalität). Das bedeutet, dass erst der Akt der Beobachtung der Materie Eigenschaften zuspricht.

Der größte Teil der Physiker ist der Meinung, dass die Gültigkeit der Quantentheorie nur auf den Bereich der Atome beschränkt ist. Sie habe keine Auswirkung auf unseren Makrokosmos - also auf die Welt, die wir erleben. Und genau hier setzt Erwin Schrödinger mit seinem Gedankenexperiment "Schrödingers Katze" an. Einfach erklärt lautet Schrödingers Gedankengang wie folgt:

Laut Quantentheorie befindet sich ein radioaktives Atom bis zum Zeitpunkt der Beobachtung in einem Zustand von gleichzeitig "zerfallen" und "nichtzerfallen". Die Betonung liegt auf "und". Beide Möglichkeiten existieren gleichzeitig.

Schrödinger bastelte nun in seiner Fantasie eine mörderische Kiste, in welcher eine Katze eingesperrt war. Zudem befand sich in dieser Kiste ein Gift, welches freigesetzt wird, sobald das radioaktive Atom zerfällt. 

Da bis zum Zeitpunkt der Beobachtung das Atom gleichzeitig zerfallen und nichtzerfallen ist, muss sich auch die Katze gleichzeitig in einem Zustand von tot und lebendig befinden. Schrödinger war der Meinung, dass sich auf diese Weise die Quantentheorie sehr wohl auf den Makrokosmos auswirkt.

Erst, wenn der Beobachter die Kiste öffnet, um nachzusehen, ob die Katze tot oder lebendig ist, manifestiert sich eine der Möglichkeiten. Denn in der Quantentheorie schafft der Akt der Beobachtung aus den Möglichkeiten ein Faktum.

Seit einigen Jahren hat sich eine neue Theorie in der Physik breitgemacht: Die Idee vom Multiversum. Eine Interpretation der Quantenmechanik geht auf Hugh Everett zurück. Gemeint ist die Hypothese, dass es tatsächlich Parallelwelten gibt. Denn so könne man erklären, wie Schrödingers Katze gleichzeitig tot und lebendig sein kann. Sie wäre demnach nicht tot und lebendig in unserer Realität. Sondern in einer Realität wäre sie tot, in einem Paralleluniversum wäre sie lebendig.  

 

 

Siehe auch:
[ Doppelspaltexperiment ] [ Parallelwelt ]






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