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Forscher verschränken Metallbauteile

Und wieder rückt der Geltungsbereich der Quantentheorie ein Stück weiter Richtung Makrokosmos. Wissenschaftler an der Technischen Universität Delft in Holland verschränken zwei Aluminiumplättchen.


Das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon (EPR-Phänomen oder Verschränkung) konnte bislang nur im Bereich der Atome beobachtet werden. Dabei geht es um eine seltsame Besonderheit: Zwei Teilchen, die einst zusammen waren, scheinen auch noch dann miteinander verbunden zu sein, wenn man sie räumlich trennt. Die Entfernung zwischen beiden Teilchen kann Lichtjahre betragen. 

Führt man an einem der beiden Teilchen ein Experiment durch, so reagiert das entfernte Partnerteilchen augenblicklich - ohne zeitliche Verzögerung und egal, wie weit es entfernt ist.

Die Telekommunikationsbranche hat vermutlich Interesse an diesem Phänomen. Denn auf diese Weise lassen sich Informationen ohne Kabel, ohne Funkwellen und vor allem abhörsicher übertragen.

Nun gelang es Forschern in Delft zwei Aluminiumplättchen mit einer Stärke von je 15 Mikrometern zu verschränken. Ein menschliches Haar ist ungefähr 40 Mikrometer dick. Man kann sich diese Aluplättchen wie sehr dünne und kleine Gitarrensaiten vorstellen. 
Bringt man die eine Saite zum schwingen, so schwingt die entfernte Partnersaite mit exakt der gleichen Frequenz. Es ist ausgeschlossen, dass die entfernte Partnersaite Informationen von der anderen Saite erhalten kann.

Daraus erhebt sich nun die Frage, woher denn das eine Aluplättchen "weiß", dass an dem anderen gerade ein Experiment durchgeführt wird?!

Anhänger des holographischen Prinzips erklären das EPR-Phänomen damit, dass sich die Informationen über unsere Realität außerhalb unserer Realität befinden. Etwa so, wie sich die Informationen eines 3D-Computerspiels nicht auf dem Bildschirm, sondern auf einer Festplatte befinden.

Zwei miteinander verschränkte Teilchen würden sich die Informationen auf der Festplatte teilen. Ändert man
dann den Zustand eines Teilchens, so ändert man die Information auf der Festplatte und damit augenblicklich den Zustand des anderen Teilchens.

https://www.spektrum.de/news/metallbauteile-quantenmechanisch-verschraenkt/1561746

Forscher verschränken Metallbauteile

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