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Holometer bislang erfolglos

Das Holometer-Experiment, mit welchem der Physiker Craig Hogan die holographische Natur unseres Universums beweisen wollte, konnte keine Beweise finden.


Wissenschaftler am Teilchenbeschleuniger in Batavia im US-Bundesstaat Illinois (Fermilab) teilen mit, dass das 2,5 Millionen Dollar teure Projekt bislang keine Hinweise auf ein holographisches Rauschen lieferte.
Dieses Ergebnis überrascht selbst einige der Investoren nicht. Denn es war von vornherein fraglich, ob das Experiment überhaupt in solch geringen Maßeinheiten bis runter zur Plancklänge messen kann.

Craig Hogan meinte, dass der Holometer die Mess-Empfindlichkeit erreichte, für die er auch gebaut wurde. Jedoch hat er noch Hoffnung, doch noch einen Hinweis auf ein holographisches Rauschen zu finden, indem das Experiment umgestaltet wird, sodass nicht die Unschärfe eines Teilchens nachgewiesen wird, sondern ein Zittern der Raumzeit selbst.

Dass mit diesem Ergebnis die Existenz eines Hologramms widerlegt ist, muss nicht stimmen. Denn man muss hierbei die Größenordnungen verstehen, die gemessen werden sollen. Sollten wir in einem Hologramm leben, dann hätte ein Pixel darin die Kantenlänge einer Plancklänge. Die Plancklänge beträgt 10−35 m. Dieser Wert ist sehr sehr klein. Würde man ein Atom auf die Größe des gesamten sichtbaren Universums vergrößern, dann hätte ein Einfamilienhaus darin die Größe einer Plancklänge.

Unabhängig vom Ausgang dieses Experiments sollte man auch bedenken, dass es noch nicht verstanden ist, wie ein Holographisches Universum und der bewusste Beobachter darin funktionieren soll. Ob es überhaupt möglich ist, Experimente an einem Hologramm durchzuführen, wenn der Experimentierende und die Instrumente selbst Teil des Hologramms sind. 

Quelle: http://www.sciencemag.org/news/2015/12/controversial-experiment-sees-no-evidence-universe-hologram

Das Original-Dokument von Fermilab als PDF: http://arxiv.org/pdf/1512.01216v1.pdf

Holometer bislang erfolglos

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


  1. KayKay schreibt am 21.04.2016 21:23

    Hi Tom!

    Das Plancksche Wirkungsquantum, die Plancklänge und die Planckzeit sind Konstanten. Der Theorie nach sind sie nicht variabel.


  2. nopicTom *  schreibt am 20.04.2016 08:40

    Was ist eigentlich wenn die Pixeldichte variabel ist?

    Sollten wir tatsächlich in einer Simulation leben und unsere Realität ist gepixelt, könnte es doch sein das die Auflösung immer feiner wird wenn man genauer hinschaut.

    Das würde bedeuten das man niemals über diesen weg nachweisen könnte, das wir in einer Simulation leben oder?