Quick links: Springe zum Inhaltsbereich der Seite, Springe zur Seitennavigation, Springe zur Suche.

Ist Materie der Träger von Information?

Was ist eigentlich das Wesen der Information? Diese Frage könnte der Schlüssel zum Verständnis unserer Welt sein. Die Quantenmechanik zeigt, dass Information grundlegender ist, als der naive Begriff von Materie. Kann man also annehmen, dass Materie eine Realisierung von Informationen ist? In der Physik ist Information eine konkrete Eigenschaft der Wirklichkeit geworden. Aber wie wird aus Information die Welt, in der wir leben?


„Information ist das, was informiert. Also das, wovon Daten abgeleitet werden können. Kein Materialismus, der dies nicht einräumt, kann heute überleben.“

-Norbert Wiener

Der Physiker Juan Maldacena konnte beweisen, dass sich die Gleichungen der Stringtheorie und der Quantenfeldtheorie verbinden lassen, wenn man annimmt, dass unser Universum ein Hologramm ist. Daraus entstand das Holographische Prinzip, wonach alle Informationen auf der Oberfläche eines Raumes codiert sind. Nach dem Holographischen Prinzip ist Materie eine Projektion von Informationen, welche sich am Rand des Universums befinden.

Nun ist es Maldacena auch noch gelungen, die Einsteinsche Gravitationstheorie mit der Quantentheorie zu verbinden. Zu Hilfe nahm er das Holographische Prinzip und so passen die mathematischen Gleichungen zusammen. Die Gleichungen treffen nun die Aussage, dass es eine Realität außerhalb unseres Universums geben muss.

Ein Hauptargument der Kritiker ist der Umstand, dass es nicht überprüfbar sei, ob es eine Realität außerhalb unseres Universums gibt. Und nach wissenschaftlichen Standard muss eine Theorie verifizierbar bzw. falsifizierbar sein. Vertreter der Stringtheorie würden sich demnach auf „unwissenschaftlichen Boden“ bewegen.

Vielleicht befindet sich der Schlüssel zur Klärung dieses Problems in der Frage: „Was ist Information?“ Die profundeste Version der Frage „Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?“ scheint zu sein: „Was war zuerst da, Materie oder Information?“


Was ist eigentlich die Natur der Information?

Ist Information physikalischer oder geistiger Natur? Ist Information materiell oder ist sie nur eine mathematische Größe? Ist für die Verarbeitung von Information eine Art von Programm oder eine Art von Intelligenz, ganz gleich welcher Art, erforderlich? Oder lässt sich die Verarbeitung von Information allein mit physikalischen Prozessen erklären? Zumindest lässt sich wohl sagen, dass Information die Antwort auf eine Frage ist.

Das einfache Wörtchen „Information“ erscheint uns so alltäglich und unbedeutend. So soll im Folgenden gezeigt werden, welche Auswirkungen eine Fehlinterpretation des Begriffes „Information“ auf unser Weltbild haben könnte.

 

objektives Universum, Materialismus

holographisches Universum, Idealismus, Platonismus

 

Ist Materie der Träger von Information?

Der wissenschaftliche Mainstream geht vom materialistischen Weltbild aus, wonach alles aus Materie besteht – auch Informationen. Ohne Materie kann es keine Information geben. Quantenmechanische Experimente zeigen aber, dass Materie bis zum Zeitpunkt der Messung (Beobachtung) keine Eigenschaften hat. Die Polarisierung des Lichts existiert vor der Messung nicht. Der Weg eines einzelnen Photons von einem weit entfernten Stern zu uns existiert nicht im klassischen Sinne. Es verlässt den Stern als „Wahrscheinlichkeit“. Diese Wahrscheinlichkeitswelle breitet sich durch das gesamte Universum aus. Erst wenn die Welle auf ihre Netzhaut trifft, macht es „Ping – registriert!“ und die gesamte Welle im Universum kollabiert zu einem Photon auf ihrer Netzhaut. Und erst dann „erhält“ es seine Eigenschaften. Die physikalischen Vorgänge beim Kollaps der Welle sind noch unerforscht. Wie „erhält“ das Photon seine Eigenschaften?

Das in der Einleitung vorgestellte EPR-Phänomen zeigt, dass Information von einem Teilchen auf das andere übertragen werden kann, und zwar instantan – ohne Zeitverlust über beliebige Entfernungen. Forschern ist es gelungen, Information zu teleportieren. Weil aber nach der Relativitätstheorie keine Information schneller reisen kann, als das Licht, kann diese Information nicht durch unsere Raumzeit reisen. Quantenphysiker sprechen darum von Nichtlokalität. Die Teilchen haben bis zum Zeitpunkt der Messung keinen festen Aufenthaltsort.

 

Materie ist der Träger von Information

Materie ist die Realisierung von Information

 

Wo befinden sich die Naturgesetze?

Das es Naturgesetze gibt, ist unbestritten. Aber wo befinden sie sich? Wenn Wissenschaftler die Entstehung eines Universums am Computer simulieren, dann müssen sie vorher den Computer mit „Informationen“ füttern. Die Parameter und Naturgesetze, also die Bedingungen, unter welchen die Simulation ablaufen soll, werden vorher festgelegt. Eine Simulation aus dem Nichts heraus ist unmöglich, denn dann müsste man den Computer wegrationalisieren.

Auch die Naturgesetze in unserem Universum enthalten ohne Zweifel „Information“.

Hier sind ein paar Naturkonstanten, welche exakt diese Werte haben müssen. Würden diese Werte auch nur geringfügig abweichen (Die Rede ist zum Teil von 1 x 1060stel), dann wären in unserem Universum z.B. keine Atome entstanden.

- Atomare Masseeinheit: 1,660538921(73) · 10−27 kg

- Avogadro-Konstante: 6,02214129(27) · 1023 1/mol

- Bolzmann-Konstante: 8,6173324(78) · 10−5 eV / K

- Gravitationskonstante: 6,67384(80) · 10−11 m3 / (kg·s2)


Dies ist nur ein kleiner Teil der Naturkonstanten, welchen unsere Naturgesetze unterliegen. Ändern Sie einen Wert auch nur geringfügig – uns hätte es nie gegeben.

Kritiker haben schon selbst erkannt, dass dies mit Zufall kaum zu erklären sei. Darum postulieren nun auch Materialisten, dass es eine Vielzahl von Universen gibt (welche ja nicht zu beweisen sind) und wir befinden uns eben in einem Universum, in welchem diese Zahlen zufällig stimmen.
In einem materialistischen Weltbild können Naturgesetze jedoch erst mit dem Universum entstanden sein. Davor gab es nichts. Jedoch müssen auch die Vorgänge im Urknall Naturgesetzen, also Informationen unterlegen haben. Werner Heisenberg sagte hierzu einmal: „Am Anfang war nicht das materielle Ding, sondern die mathematische Symmetrie.“

 

Die Naturgesetze sind erst mit dem Universum entstanden. Naturgesetze ergeben sich aus den materiellen und raumzeitlichen Begebenheiten. Das Universum funktioniert aus sich selbst heraus. Es gibt keine äußeren Einflüsse. Damit ist das Universum ein sich selbst organisierendes System - ein Perpetuum mobile.

Die mathematische Symmetrie steuerte die Entstehung des Universums. Naturgesetze müssen zum Zeitpunkt der Entstehung des Universums bereits vorhanden gewesen sein. Die materiellen und raumzeitlichen Begebenheiten gehorchen Naturgesetzen. Die Naturgesetze befinden sich außerhalb des Universums und haben ihre Gültigkeit innerhalb des Universums.

 

Evolutionstheorie oder Intelligent Design?
Der wissenschaftliche Mainstream geht von der Evolutionstheorie aus. Diese besagt, dass Materie die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu organisieren. Durch Mutationen entstanden bei manchen Lebewesen gewisse Vorteile, welche ihnen gegenüber anderen Lebewesen ein Überleben sicherte. Die Informationen befinden sich in der DNS und diese hat sich durch Rühren in der Ursuppe zufällig selbst erschaffen.

Die Intelligent Design Theorie ist der Konkurrent zur Evolutionstheorie. Sie besagt, dass codierte Information niemals selbst entstehen kann. Materie kann sich nicht selbst organisieren. Dies setzt allerdings voraus, dass Information von außen hinzugefügt werden muss.

 

Das erste Auge ist zufällig entstanden. Es ist nicht mit der Absicht entstanden, sehen zu können. Der Organismus erkannte, dass das Sehen gegenüber der Blindheit von Vorteil ist und so setzten sich sehende Organismen durch. Für die Entstehung des Auges gab es keinen Plan. Evolution verfolgt keinen Zweck und hat keine Absicht.

Das erste Auge ist entstanden um zu sehen. Es erfolgten gleichzeitig weitere biologische Prozesse wie z.B. der Anschluss an das Nervensystem. Es klingt unwahrscheinlich, dass so etwas zufällig entstehen konnte. Das erste Auge ist mit der Absicht entstanden, sehen zu können. „Absicht“ setzt allerdings die Existenz eines Plans voraus (Information von außen).

 

Partizipatorische Anthropische Prinzip
es wurde entwickelt von John Archibald Wheeler. Das Prinzip sagt aus, dass das Universum so beschaffen sein muss, dass es die Existenz von Beobachtern erlaubt.
Das Universum ist mit seinen Naturgesetzen und deren mathematischen Konstanten für die Entstehung von Leben maßgeschneidert.
U. a. wird das Anthropische Prinzip auch von Physiker Leonard Susskind befürwortet.
Wheeler leitete das Anthropische Prinzip aus der Quantenmechanik ab, wonach das Subjekt und das Objekt (Beobachter und das Beobachtete) nicht unabhängig voneinander existieren können. Es stellt sich daraus die Frage, ob ein Universum überhaupt existieren kann, wenn es darin keinen bewussten Beobachter gibt, der es wahrnimmt.

 

Information ist materieller Natur. Das Universum setzt keinen bewussten Beobachter voraus. Das Universum würde auch ohne uns existieren. Wir befinden uns innerhalb des Universums.

Information ist geistiger Natur. Für die Verarbeitung von Information ist die Existenz von Bewusstsein erforderlich. Das Universum setzt somit die Existenz von Bewusstsein voraus. Das Universum befindet sich innerhalb unseres Bewusstseins.

 

Nahtoderfahrungen
Vielleicht kommt die Lösung auf die Frage nach der Natur von Information aus einem ganz anderen Bereich der Wissenschaft. Nämlich der Medizin!

Die Aware Studie ist eine wissenschaftliche Untersuchung von Nahtoderfahrungen. Es gibt zahlreiche Menschen, die auf die Veröffentlichung der ersten Ergebnisse warten. Diese Menschen hoffen eine Antwort auf die Frage zu finden: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Wenn Nahtoderfahrungen reale, der Wirklichkeit entsprechende Erlebnisse sind, und Patienten die auf Regale abgelegten Bilder beschreiben können, dann wäre dies ein klarer Beweis für folgende Aussage: Das Bewusstsein besitzt die Fähigkeit, sich Information über die Umwelt zu verschaffen, ohne dabei den Körper (Materie) einsetzen zu müssen. In diesem Fall kann Materie nicht Träger von Information sein.

 

Nahtoderfahrungen sind physikalische Prozesse im Gehirn. Es sind „Restfunktionen“ des Gehirns, welche zu Halluzinationen führen. Materie ist Träger von Information und die Grundlage für das Bewusstsein.

Nahtoderfahrungen sind Teil der Wirklichkeit. Sie zeigen: Das Bewusstsein besitzt die Fähigkeit, sich Information über die Umwelt zu verschaffen ohne dabei den Körper (Materie) verwenden zu müssen. Materie kann dann nicht Träger von Information sein.


 

 

Notiz:

Im Kapitel "Information" erfahren Sie mehr dazu.

Ist Materie der Träger von Information?

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


  1. nopicVolker Avenarius *  schreibt am 09.01.2015 21:37

    Materie ist nicht Träger von Information, sondern eine Ansammlung von Eigenschaften , die Information sind.