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Neues vom Holometer-Experiment

Der Stand zum Holometer-Experiment, 06.12.2013
Die letzten Vorbereitungen sind im Gange


Der Holometer, bzw. das Fermilab E-990 Experiment, erreichte letzten Monat (November 2013) seine geplante Leuchtstärke. Der Aufbau von mehr als 1 Kilowatt Infrarot-Laserleistung in einem 40 Meter Michelson-Interferometer wurde abgeschlossen.


Diese Lichtintensität entspricht mehr als 1022 (zehn Milliarden Billionen) Photonen pro Sekunde, die auf die Interferometer-Optik treffen.
Diese Optik ermöglicht es den Wissenschaftlern mit einer Auflösung zu messen, welche etwa ein tausendstel der Größe eines Protons entspricht.
Die Physiker hoffen, mit diesem Gerät eine neue, exotische Geräuschquelle zu entdecken: Das „holographische Rauschen“, welches ein grundlegendes Zittern in aller Materie verursacht.
Dieses Geräusch, welches die Präzision jeder Art von Messung limitieren würde, könnte von einem neuerlich postulierten Naturgesetz entstammen, welches die Informationsspeicherkapazität der Raum-Zeit beschränkt. Ausgehend von einem handelsüblichen 1-Watt Laserstrahl, erreichen die Forscher eine Leistung von 1000 Watt durch „Recycling“ der Photonen. Die Photonen werden durch Reflektieren bis zu 1000 mal durch den Interferometer geschickt. Der so entstehende „Recycling-Lichtstrahl“ trifft die Optik mit einer Intensität von ca. 200.000 Laserpointern, wodurch diese zu leuchten beginnt.

Wenn die Optik durch ein Grundrauschen oder vielleicht durch ein holographisches Rauschen zittern sollte, dann würde dies die Pfadlängen des L-Förmigen Interferometers verändern.

Wenn die beiden Laserstrahlen an einem Punkt, welcher Strahlteiler genannt wird, wieder zusammen treffen, dann würde eine Veränderung der Weglängen ein nachweisbares Flackern der Lichtstrahlen verursachen. Die Bewegung der Optik kann dann aus dem Flackern der Laserstrahlen entnommen werden.

Das Holometer-Team hat kürzlich ihr Gerät in Betrieb genommen, um dieses Flackern zu messen. Die Elektronik hat ihre Empfindlichkeit, die zum Aufspüren eines feinen, holographischen Rauschens, welches 100 mal schwächer als elektronisches Rauschen wäre, nötig ist, demonstriert. Ein charakteristisches Merkmal des vorhergesagten Signals ist, das sich seine Frequenz bis in den Megahertz-Funkbereich erstreckt. Durch die Fokussierung auf diesen Frequenzbereich können seismische oder akustische Hintergrundgeräusche leicht vermieden werden. Tatsächlich sind die einzigen Hintergrundgeräusch-Quellen, welche das Experiment stören könnten, die Sendungen der lokalen AM-Radiostationen. Diese können aber leicht durch die neue Boom-Box-Technologie identifiziert werden.

Das Holometer-Team ist nun noch damit beschäftigt, die Optik vor Streulicht abzuschirmen. Dann kann die Jagd nach dem holographischen Rauschen so richtig beginnen. Volle Fahrt voraus!

- Aaron Chou

Neues vom Holometer-Experiment

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


  1. nopicKay *  schreibt am 05.06.2014 19:59
    Hallo Jimmy, Ziel dieses Experiments ist, die kleinstmögliche Pixeleinheit in unserem Universum nachzuweisen. Der Theorie nach lässt sich unser Raum nicht beliebig verkleinern. Irgendwann hat man die kleinstmögliche Pixeleinheit erreicht, nämlich dann, wenn ein System nur noch 1 Bit an Information tragen kann (0 oder 1), weniger ist nicht möglich. Einen interessanten Vortrag dazu findest Du unter "Einleitung -> Dekohärenz". Sicherlich ergeben sich daraus philosophische Fragen. Dass es Naturgesetze gibt, steht außer Frage. Wenn man aber fragt: "Wo befinden sie sich?", wird's schon schwieriger. Unsere Naturgesetze gehorchen purer Mathematik, warum sollte man dann nicht annehmen, dass sich auch tatsächlich etwas mathematisches hinter allem verbirgt? Ich persönlich glaube nicht, dass ein physisches, höheres Wesen oder eine Gottheit dafür verantwortlich ist. Wenn wir wie im Film Matrix eine physische Realität ausserhalb unserer Realität annehmen, dann lösen wir damit nicht das Kausalitätsproblem, sondern wir verschieben es. Man könnte wiederum Fragen stellen wie z.B.: Wie ist dieses Universum entstanden? Oder wer hat Gott erschaffen? Hat er sich selbst erschaffen? Darum halte ich das materialistische Weltbild für falsch. Es gibt keine Realität außerhalb unseres Bewusstseins, sondern es ist genau andersrum. Viele Grüße
  2. nopicJimmy Conway *  schreibt am 04.06.2014 22:20
    Verstehe ich das richtig wenn ich so interpretiere, dass eine virtuelle Realität eine Einheit besitzen müsste auf der diese Virtualität berechnet wird und wenn wir die Existenz einer kleinsten Einheit nachweisen könnten, wäre es ein Indiz für eine durch uns rezpierte Realität die auf Berechnungen basiert?

    Wäre ja eine passende Fügung, man sieht ja jetzt schon, dass ab einem bestimmten Detailgrad nur noch die Mathematik Realität ausdrücken kann.

    Die spannende Frage wäre nur was die Administratoren machen wenn die User merken, dass Ihnen die Realität simuliert wird.