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Verlinde vs. Einstein

Die energiereiche Strahlung, die aus dem Zentrum unserer Galaxie stammt, ist wohl kein Hinweis auf die Existenz Dunkler Materie. Dies geht aus einer Reihe wissenschaftlicher Fachaufsätzen hervor. So verschwindet wieder mal eine Spur, die auf die Existenz Dunkler Materie deutete.


Warum fallen Dinge nach unten?

Diese Frage scheint bis heute nicht geklärt. Geht es nach Einsteins Relativitätstheorie, so sei die Gravitation auf die Krümmung der Raumzeit zurückzuführen. Schwere Massen krümmen den Raum und ziehen Gegenstände an. Nach Einsteins Theorie nimmt die Anziehungskraft eines Körpers mit dem Quadrat der Entfernung ab. Sterne, die ihre Bahnen in einer Galaxie ziehen, sollten also langsamer kreisen, je weiter sie vom Zentrum der Galaxie entfernt sind.
Das ist aber nicht der Fall. Tatsächlich bewegen sich Sterne am Rand der Galaxien viel schneller, als sie es nach der Relativitätstheorie dürften.

Damit Einsteins Relativitätstheorie stimmt, erfinden Wissenschaftler "Dunkle Materie" hinzu. Seit Jahrzehnten ist man auf der Suche nach Spuren, die die Existenz der Dunklen Materie belegen sollen. Und erneut scheint eine solche Spur ins Leere zu laufen.
Lag Albert Einstein vielleicht doch falsch?

Das Universum als Hologramm

Geht es nach dem Physiker Erik Verlinde, so könnte unser Universum ein Hologramm sein. Sowohl Raumzeit als auch Materie sind in Verlindes Darstellung ein Hologramm, das von einem zu Grunde liegenden Netz aus Quantenbits (kurz "Qubits") erzeugt wird – ähnlich wie die dreidimensionale Umgebung in einem Computerspiel in klassischen Bits auf einem Siliziumchip kodiert ist. Die gekrümmte Raumzeit und alles, was in ihr enthalten ist, sei nach seiner Theorie eine geometrische Repräsentation von reiner Quanteninformation – also von Daten, gespeichert in Qubits.

Verlindes Hypothese ist umstritten. Jedoch folgen ihr immer mehr Wissenschaftler. Denn "dieser holografische Ansatz ist gegenwärtig der beste Weg, um Quantengravitation zu verstehen", sagt Mark Van Raamsdonk, Physiker an der University of British Columbia in Vancouver, der einflussreiche Arbeiten auf diesem Gebiet durchgeführt hat. 
Auch mathematisch lassen sich solche holografischen Universen inzwischen immer besser beschreiben. 

Mit Verlindes Gleichungen lassen sich Bewegungen von Sternen in Galaxien exakt vorhersagen, ohne dass man dazu "Dunkle Materie" benötigen würde. Das wurde bereits von Margot Brouwer von der Universität Leiden durch die Beobachtung von über 30.000 Galaxien bestätigt.

http://www.spektrum.de/news/eine-spur-verschwindet/1550834

http://www.spektrum.de/news/der-anfang-vom-ende-dunkler-materie/1437827

 

Verlinde vs. Einstein

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  1. nopicSusic *  schreibt am 28.03.2018 22:40
    Danke, endlich ein neuer Beitrag :)