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Wie funktioniert Wahrnehmung und was ist Wirklichkeit?

Wenn in einem Wald ein Baum umfällt, aber es ist niemand da, der das wahrnimmt: Macht der Baum dann trotzdem ein Geräusch?
Nehmen wir die Welt so wahr, wie sie ist? Oder täuscht unser Bewusstsein eine Scheinrealität vor? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Buch „Rosenrot“ von Christian Zippel, welches vom Physiker Harald Lesch empfohlen wird. Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Wir wissen es nicht!
 


Das Problem, um das es hier geht nennt sich Qualia oder phänomenales Bewusstsein.

Dieser Artikel befasst sich mit folgenden Eckpunkten, auf welche dann im Einzelnen näher eingegangen werden soll.

 

  • Die Wirklichkeit, die wir wahrnehmen, wird von unserem Bewusstsein konstruiert.

  • Es existiert eine Realität unabhängig vom individuellen Ich-Bewusstsein.

  • Es gibt keine physische Realität außerhalb unseres Bewusstseins.

  • Nahtoderlebnisse sind keine Halluzination und werden nicht vom Gehirn erzeugt.

 

Wie das Gehirn unsere Welt, die wir wahrnehmen, kreiert

Zippel greift diese Frage mit der Wahrnehmung von Farben auf – mit dem Rot einer Rose. Wie kommt die Farbe einer Rose zustande?
Ein kleines Kind würde in seiner naiven Sichtweise sagen: „Die Rose ist rot!“, die Farbe ist eine Eigenschaft der Rose. Diese Sichtweise wird übrigens von den meisten Menschen geteilt.
Ein Physiker würde sagen, das Rot ist die Eigenschaft des Lichts, das von der Rose reflektiert wird - also die Frequenz mit der Photonen schwingen.
Ein Neurologe würde sagen, das Rot entsteht in unserem Gehirn. Photonen haben keine Farbe. Je nach Frequenz der Photonen werden die Sehzellen in unserem Auge gereizt. Die Sehzellen senden dann über den Sehnerv Informationen in Form von Elektronen an das Gehirn und erst dort entsteht das Rot.

Trotzdem haftet die Farbe Rot an der Rose an. Es scheint, dass das Rot eine Eigenschaft der Rose ist, weil wir die Farbe auf der Oberfläche der Blütenblätter sehen können. Die Welt scheint so zu sein, wie sie ist. Aber ist sie auch wirklich so, wie wir sie wahrnehmen?

Die Wissenschaft ist sich darüber einig, dass die physische Welt „da draußen“ farblos ist. Farben sind das Ergebnis subjektiver, mentaler Erlebnisse. Der Eindruck von Farbe entsteht innerhalb unseres Bewusstseins.

Hinzu kommen noch Erkenntnisse aus der Quantenmechanik, welche nahelegen, dass das Photon vor der Messung, also vor der Wechselwirkung mit der Netzhaut, keine Eigenschaften hat. So stellen sich manche Physiker die Frage: „Kreieren wir die Welt, indem wir sie betrachten?

Wie verhält sich das mit den Geräuschen? Natürlich würde jeder sagen, dass ein umfallender Baum auch dann ein Geräusch macht, wenn keiner zuhört. Aber was sind Geräusche? Es sind Schwingungen, die von der Luft getragen werden, und die wir Schall nennen. Diese Schwingungen übertragen sich auf unser Trommelfell, was wiederum die Information in Form von Elektrizität über Nervenbahnen an das Gehirn sendet. Es ist wieder unser Bewusstsein, das auf Basis von Informationen das Geräusch konstruiert. Die Schwingungen „da draußen“ haben kein Geräusch.
Thomas Metzinger, Professor für theoretische Philosophie an der Universität Mainz schreibt in seinem Buch „Der Ego-Tunnel“, dass wir konstitutionell unfähig sind, erlebnismäßig zu erkennen, dass all dies lediglich der Inhalt einer Simulation in unserem Gehirn ist. Es ist nicht die Wirklichkeit an sich, sondern ein Bild der Wirklichkeit.

Wir stehen nicht im direkten Kontakt mit der Wirklichkeit, denn das einzige, was wir wahrnehmen, ist unsere Wahrnehmung – das Konstrukt der Wirklichkeit in unserem Bewusstsein.

Es ist also keineswegs so, wie es gerne dargestellt wird, dass die innere Realität eine 1:1 Kopie der äußeren Realität ist. Das bewusste Erleben der Wirklichkeit ist eine ausschließlich innere Angelegenheit. Und es ist von da an nur noch ein kleiner Schritt sich die Frage zu stellen: Was wäre, wenn unser eigener Körper auch nur ein Konstrukt unseres Bewusstseins wäre? Was wäre dann mit der physischen Welt „da draußen“? - Sie würde aufhören zu existieren.

 

Es existiert eine Realität unabhängig vom individuellen Ich-Bewusstsein.

 

Für die Wissenschaft scheint das Bewusstsein ein unüberwindbares Hindernis zu sein, das zwischen der äußeren und der inneren Realität steht. Der Physiker Max Tegmark schreibt in seinem Buch „Our Mathematical Universe“, dass die Physik stets vom Akt der Beobachtung spricht, ohne dabei das Bewusstsein zu berücksichtigen. Der Grund dafür sei, dass wir immer noch nicht verstanden haben, wie das Bewusstsein funktioniert, und Physiker darum einen Bogen um das Thema machen.

Tegmark fragt sich: „Wie kann ich dem vertrauen, was mir meine bewusste Wahrnehmung über die äußere Realität verrät, solange wir nicht verstehen, wie Bewusstsein funktioniert?“

In der Quantenmechanik haben der Kollaps der Wellenfunktion (Falls die Kopenhagener Deutung stimmt) oder die Teilung des Universums (Falls die Stringtheorie stimmt) zunächst einmal nichts mit dem individuellen Ich-Bewusstsein des Beobachters zu tun.

Das „delayed choice quantum eraser experiment“ (Quanten-Radierer-Experiment) legt nahe, dass Information fundamentaler ist als Materie. Erst das Vorliegen von Information führt zum Kollaps der Wellenfunktion oder zur Teilung des Universums. Solange keine Möglichkeit besteht, sich Information über ein Teilchen zu beschaffen, existiert es nicht als Teilchen. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass die Information über ein Teilchen im Ich-Bewusstsein des Beobachters vorliegt. Der Beobachter muss lediglich die Möglichkeit haben, an die Information zu gelangen. Das bedeutet also, dass es eine Realität „da draußen“ geben muss, die unabhängig vom individuellen Ich-Bewusstsein existiert. Jedoch muss diese nicht zwingend physischer, objektiver Natur sein.

 

Es existiert keine physische Realität außerhalb unseres Bewusstseins.

Aus der Perspektive unserer wahrgenommen inneren Realität (und das ist die einzige Perspektive, die wir haben) sind die einzigen Informationen, welche wir über die äußere Realität erlangen können, die elektrischen Signale unserer Sinne.

Nehmen wir an, die Technologie sei so weit fortgeschritten, dass wir imstande wären, unsere Sinnesorgane durch einen Computer zu ersetzen, der dann die elektrischen Signale über die Nervenbahnen an das Gehirn sendet und unserem Bewusstsein eine Scheinwelt vorgaukelt - wir würden es nicht merken! Und Thomas Metzinger stellt in seinem Buch „Der Ego-Tunnel“ die Frage, wie wir eigentlich ausschließen wollen, dass dies nicht bereits so ist?!
Alles, was unser Bewusstsein für die Erzeugung der inneren Realität benötigt, sind Informationen. Die Existenz einer physischen, äußeren Realität ist dafür nicht erforderlich. Unsere wahrgenommene innere Realität ist eine REPRESENTATION von Informationen.

Kann es sich die empirische Wissenschaft erlauben, bei der Erforschung der äußeren Realität das Bewusstsein zu ignorieren, wenn der einzige Zugang zur äußeren Realität unsere Wahrnehmung ist?

Zuerst erzeugt unser Gehirn eine Simulation der Welt, die so perfekt ist, dass wir sie nicht als ein Bild der Welt in unserem eigenen Geist erkennen können. Dann generiert es ein inneres Bild von uns selbst als einer Ganzheit.....Durch die Einbettung des Selbstmodells in das Weltmodell wird ein Zentrum geschaffen. Dieses Zentrum ist das, was wir als unser selbst erleben, das Ego. Es ist das, was Philosophen oft die „Erste-Person-Perspektive“ nennen.

- Prof. Thomas Metzinger im Buch Ego-Tunnel.

 

Prof. Anton Zeilinger behauptet ziemlich am Ende dieses Videos ab der 12. Minute, dass die Frage nach der Natur der Wirklichkeit offen sei und dass wir nicht einmal wissen, wie wir diese Frage experimentell angehen können.

Diese Website vertritt die These, dass es keine physische Realität außerhalb des Bewusstseins gibt. „Völliger Quatsch!“, werden die meisten sagen, „natürlich gibt es eine physische Welt da draußen.“ Schließlich können wir sie sehen, fühlen und riechen usw. Und wenn wir ein Buch lesen, dann halten wir es doch vor unseren Augen. Das Buch ist doch existent!

Die Ursache für das Verständnisproblem ist die Annahme, dass unser Bewusstsein vom Gehirn erzeugt wird. So glauben wir, dass sich die innere Realität in unserem Gehirn befindet und das Buch vor den Augen des Lesers Teil der äußeren Realität sei.

Um die These zu verstehen, dass es keine physische Realität außerhalb des Bewusstseins gibt, muss man verstehen, dass auch unser Körper Teil unserer Wahrnehmung ist. Wir sind uns über die Existenz unseres Körpers bewusst, weil er Teil der inneren Realität ist – ein Abbild und Konstrukt unseres Bewusstseins. Der physische Beobachter (der Körper, nicht das Bewusstsein) und das Beobachtete, also Objekt und Subjekt, sind ein und das selbe: Teil der inneren Realität.

Aus dieser Sichtweise wird klar, dass die Aussage „Es gibt keine physische Realität außerhalb des Bewusstseins“ gleich ist, wie die Aussage „Es gibt keine physische Realität außerhalb des Universums.“ Denn das Universum einschließlich dem physischen Beobachter ist die innere Realität.

Der Physiker Max Tegmark legt die Stringtheorie so aus, dass der Hilbertraum (ein abstrakter, mathematischer Raum, in welchem sich die quantenmechanische Wellenfunktion ereignet), die äußere Realität sei. Der Hilbertraum ist ein abstraktes, raum- und zeitloses, ausschließlich mathematisches Konstrukt, aus welchem sich unser Bewusstsein die Informationen verschafft, um damit die innere Realität – das Universum – zu erzeugen. Wir stehen niemals im direkten Kontakt mit der äußeren Realität, denn dies würde bedeuten, über die Grenzen unseres Universums zu schauen.

 

Wer ist der Beobachter?

Ohne jeden Zweifel besteht eine Verbindung zwischen dem physischen Gehirn und dem nichtphysischen Bewusstsein. Unser Gehirn erzeugt die Welt, die wir wahrnehmen. Das kann die Neurowissenschaft wunderbar darstellen. Bestimmte Bereiche im Gehirn sind für das Sehen zuständig, andere Bereiche für das Hören und Fühlen usw. Das wird hier auch gar nicht bezweifelt. Irgendwann wird es sicherlich möglich sein, bestimmte Bereiche im Gehirn direkt zu stimulieren, um z.B. einen bestimmten Geruch, ein Geräusch oder vielleicht sogar ein Bild zu simulieren.

Das Gehirn erzeugt die Welt, die wir wahrnehmen. Bewusstes Erleben der Welt ist eine Darstellung von Informationen. Aber wer ist es, der diese Welt ERLEBT? Wer ist es, der sich das Bild, welches unser Gehirn erzeugt, anschaut? Wer ist es, der das Schöne an einem Sonnenuntergang erlebt? Wer ist es, der eine Vorliebe für klassische Musik hat? Und wer ist es, der diese virtuelle Simulation aus der Ersten-Person-Perspektive wahrnimmt?
Das Erleben der Welt kann die Neurowissenschaft nicht erklären. Und Thomas Metzinger ist der Meinung, dass genau das der Kern des Rätsels ist.

Einer zentralen Frage müssen wir uns so direkt wie möglich stellen: Weshalb gibt es immer jemanden, der das Erlebnis hat? Wer ist es, der ihre Gefühle fühlt? Wer genau ist es, der ihre Träume träumt? Wer ist der Handelnde, der das Tun tut, und was ist die Entität, die ihre eigenen Gedanken denkt? Warum ist ihre bewusste Wirklichkeit ihre bewusste Wirklichkeit? Dies ist der eigentliche Kern des Rätsels.

- Prof. Thomas Metzinger in „Der Ego-Tunnel“.

 

Nahtoderlebnisse sind keine Halluzinationen

Um die These, die physische Realität sei eine Simulation innerhalb unseres Bewusstseins, zu untermauern, bedarf es einen Beweis dafür, dass das Bewusstsein fundamental ist. Wenn unser physischer Körper und die Welt, die ihn umgibt, eine Simulation unseres Bewusstseins sein soll, dann sollte das Bewusstsein auch unabhängig von einer Gehirnaktivität funktionieren. Und genau an dieser Stelle kommt die Aware-Studie ins Spiel.

Die Aware-Studie zeigt, dass Patienten ihre Umwelt wahrnehmen können, obwohl das Herz aufgehört hat zu schlagen. Trotz der wissenschaftlichen Tatsache, dass das Gehirn 30 Sekunden nach dem Aussetzen des Herzschlags die Tätigkeit einstellt, bleiben die Patienten räumlich und zeitlich orientiert.

Es konnte experimentell nachgewiesen werden, dass NTEs keine Halluzinationen sind.

Das Ego der Patienten befindet sich während einer NTE außerhalb ihrer Körper. Sie nehmen das Geschehen z.B. aus einer Ecke im Raum wahr und können ihren eigenen Körper von außen beobachten. Das Ego befindet sich dort in der Ecke und nicht auf dem OP-Tisch. Die Patienten können sich während ihrer NTE Informationen über die Umwelt verschaffen, ohne dabei ihren Körper zu benutzen. Und vor allem können diese Erlebnisse klar und detailliert gespeichert werden, obwohl das Gehirn die Tätigkeit eingestellt hat. Wie sonst sollten sich Patienten später daran erinnern?

Interessant dürften auch NTEs sein, welche von geburt an blinde Menschen erlebt haben. Denn diese berichten darüber, die Welt zum ersten mal ohne ihren Tastsinn wahrgenommen zu haben. Der Fall Bradley Burroughs ist ein Beispiel dafür.

 

Buchempfehlungen

Der Ego-Tunnel von Prof. Thomas Metzinger, Professor für theoretische Philosophie an der Universität Mainz.
Metzinger behauptet nicht, dass es keine physische Realität außerhalb des Bewusstseins gibt. Er glaubt an die Existenz eines objektiven Universums. Darum geht es aber in seinem Buch gar nicht, sondern darum, wie unser Bewusstsein die Welt kreiert. Das Erleben der Welt ist eine ausschließlich innere Angelegenheit. Wir stehen nicht im direkten Kontakt mit der externen Realität.


Rosenrot von Chrisitan Zippel. Autor und Doktor der Philosophie.
Das Buch beschäftigt sich damit, wie unser Bewusstsein die Realität erzeugt und stellt den Materialismus und den Idealismus aus einer neutralen Sichtweise gegenüber, ohne dabei ein Urteil zu fällen. Am Ende darf der Leser selbst entscheiden.

 

Wie funktioniert Wahrnehmung und was ist Wirklichkeit?

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


  1. KayKay schreibt am 20.10.2016 11:48

    @Peer Guent

    Vielen Dank für Deine Kritik, die ich natürlich persönlich nehme, weil sie ja auch an mich gerichtet ist. Ich bin aber durchaus kritikfähig! :-)

    Der Artikel ist schon etwas älter. Ich habe in diesem Artikel noch keine strikte Trennung zwischen den Begriffen Wirklichkeit und Realität gezogen. Wenn Du Dich aber durch die Einleitung klickst, sollte klar werden, wie man auf die Idee kommen kann, dass es keine von der Beobachtung unabhängige Realität gibt. Dann wird nämlich klar, dass das Geistige fundamental sein könnte, wenn man den Begriff "Information" dem Geistigen zuspricht anstatt dem Materiellen.

    Du schreibst: "Das "Realität" von Natur aus virtuell ist und ein durch unseren Geist rekonstruiertes Abbild unserer Umwelt inkl. uns selbst ist"

    Wer ist das "unser Geist" und "uns selbst"? Wenn die Realität ein virtuelles Konstrukt innerhalb Deines Geistes ist, und Dein eigener Körper auch Teil dieser virtuellen Realität ist: Wer bist dann Du? Identifizierst Du Dich selbst mit deinem Körper? Darum passt Punkt 4 wie ein fehlendes Puzzleteilchen in dieses Wirrwarr und ergibt durchaus Sinn! 


  2. nopicPeer Guent *  schreibt am 19.10.2016 23:24
    Zu den oben aufgeführten 4(vier) Eckpunkten. Die ersten beiden Punkte entsprechen meinen eigenen geistigen Leistungen als ich etwa 12 Jahre alt war. Das "Realität" von Natur aus virtuell ist und ein durch unseren Geist rekonstruiertes Abbild unserer Umwelt inkl. uns selbst ist, daran besteht für mich kein Zweifel. Woher allerdings die "Idee" von einer nicht existenten physischen 'Umwelt' außerhalb unserer 'Vorstellung' kommt, ist mir schleierhaft. Der Punkt 4 scheint mir thematisch auch etwas aus der Reihe zu fallen und verleiht diesem ansonsten spannenden Feld irgendwie eine 'unschöne' Richtung.... Ich denke, dass hier gute gedankliche Ansätze vorhanden sind aber nicht konsequent zu ende gedacht wurden. Bitte nicht persönlich nehmen, aber zum Ende hin wirds etwas 'sonderbar' ....
  3. nopic *  schreibt am 19.07.2016 12:14
  4. nopicChris *  schreibt am 04.01.2015 22:06

    @ M.B.

    Whoww... Dein Verstand macht Winke, Winke... Echt Mann, hör' auf dieses komische Zeugs zu nehmen!

    Abstrusitäten helfen nicht weiter - siehe USA, Syrien, Naher Osten, Pakistan, usw.  Heilsbotschaften gibt's seid Menschengedenken. Und seid Menschengedenken sterben Menschen, denn sie werden von Anhängern der Heilsbotschaft "B" abgeschlachtet weil sie an Heilsbotschaft "X" glauben.

     

     


  5. nopicM.B. *  schreibt am 19.12.2014 20:05

    Alle Antworten findet MANN = GEIST in den HOLOFEELING-Schriften und Selbstgesprächen:
    https://www.youtube.com/user/Ludika66

    http://www.chblog.ch/hensen

    http://www.kabbala-info.net/deutsch/holofeeling/

     


  6. nopicChris schreibt am 12.11.2014 09:50

    Zum Abschnitt "Wer ist der Beobachter" empfehle ich die Praxis von Mahamudra, oder Dzogchen.
    Die Frage ist eigentlich falsch gestellt, denn sie spannt eine dualistische Subjekt - Objekt Dichotomie auf.
    Daher ist Sprache auch denkbar ungeeignet Gegenwärtigkeit auszudrücken (wenn man so will). Um's vorweg zu nehmen: es gibt hierauf keine vermittelbare Antwort.

    Jegliches Erkennen ist unmittelbar. Daher entzieht sich die Gegenwärtigkeit auch jeglicher Betrachtung.
    Es ist die illusionäre Verblendung: "ich <hierdrin> - das andere <da draussen>" welche die Falle der Dualität zuschnappen lässt.
    Dadurch entstehen Anziehung, Abneigung und Indifferenz. Diese beherrschen nun Denken Handeln und Empfinden.
    Durch die verblendete Aktion erwächst Karma und dies treibt den endlosen Kreislauf von Werden und Vergehen an.
    Wird jedoch der "Erleber" erkannt, versiegt der Zustrom der karmischen Verstrickungen und man "erwacht".
    Es ist nicht so, dass man etwas entdeckt, was zuvor nicht da gewesen wäre, noch wurde etwas hervorgebracht.
    Wie der natürliche Grund der Gegenwärtigkeit entzieht sich auch das Erkennen jeglicher Beschreibung.

    Es gibt zwar tausende von Texten, Büchern, Anleitungen und Lehren, doch "des Pudels Kern" ist nicht erfassbar, weil "wir" es schon immer sind.
    Und um's nochmal zu verdeutlichen: die oben gemachten Aussagen sind kein Dogma, sondern können durch Ausüben verifiziert bzw. falsifiziert werden.


  7. patrickhelgapatrickhelga schreibt am 01.11.2014 10:30
    werde dieses Buch in den nächsten Tagen lesen, bin jedoch kritisch und frage mich, ob die Verbreitung eines neuen Naturgesetzes für die Menschheit von Vorteil oder Nachteil geprägt sein wird...